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        378. 
III 
Wien 26 
1884 
VII 
präf. 29/7 84. I Giselastrasse N:2 II Stiege III Stort 
Hochverehrter Herr Hofrath. 
Ch. 
Eingedenk Ihres oft bewiesenen Wolwollens 
gegen die Schüler des k.k. Oesterr. Museums 
wage ich es, Sie mit einer Bitte bezüglich 
meiner Limousiner Emaile Kanne welche 
gelegentlich des Jubiläums der Befreiung 
Wiens angefertigt wurde und gegenwärtig 
in der Sammlung sich befindet, zu beläs- 
tigen. – Einige Schülerinnen aus der 
Fachschule des Herrn Prof. Macht vorunter 
ich gehöre unternahmen es, sich an einer
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        Ausstellung, welche heuer in Budweis 
veranstaltet wird zu betheiligen und es 
wäre uns sehr erwünscht, wenn die Kanne 
als das Grønte von uns bisher in Emaile 
angefertigte Object den anderen beigesellt 
werden könnte. 
Die Kanne hat ein sicheres Etui, die Ver- 
packung wurde geübten Händen anver- 
traut werden und ausserdem übernimmt 
die Assecuranz das Ausstellungs-Comite 
Ich erlaube mir nun mit Hinweis 
auf die vollständige Sicherstellung des 
Gegenstandes mich Ihnen, hochverehrter 
Herr Hofrath mit dem Ansuchen
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        zu nahen, gütigst gestatten zu wollen 
dan mir die Kanne før die Dauer der 
Ausstellung, welche am 15 September 
geschlossen wird überlassen werde und 
wage insoferne auf Ihre freundliche 
Bewilligung zu hoffen als uns im 
anderen Falle die Beschickung der 
Ausstellung überhaupt unmöglich. 
gemacht wurde. Desgleichen wage 
ich die ergebene Bitte, mir Ihre 
gütige Entschliessung ehebaldigst 
bekannt geben zu wollen, da 
die Angelegenheit noch vor Beginn 
der Ferien beendigt werden muss.
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        Wollen, hochverehrter Herr Hofrath 
meine Kuhnheit freundlichst ent¬ 
schuldigen und meine Bitte gütig 
gewahren. 
Mit dem Ausdruche vorzüglichster 
Hochachtung zeichnet sich 
ergebenst 
Auguste Wahrmund. 
Schülerin der Kunstgewerbeschule
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        Hütteldorf, d. 27. 7. 1884 
14 
ad 370. 
M 
Geehrter Herr Regierungsrath! 
Beifolgenden Brief ließ mich eben 
meine Mann, das Ansuchen bezüglich 
der Kanne gewährend, beantworten 
Er war Frl. Wahrmund in der An- 
gelegenheit zur weiteren Durchführung 
an Sie, wovon ich Sie hinmit 
verständigen wollte 
Meines Mannes Befinden ist 
eher besser als schlechter, aber seine 
Kräfte doch noch so gering, daß 
gen einem halbstmüdigen Auf¬ 
sein zum Mittagdessen, sich ganz | 
hoffentlich wird 
erschöpft fühlt. 
es bei gänzlicher Ruhe täglich besser. 
Gasteon ist relativ zufrieden 
Mit beßtem Groß auch von 
meinem Mann 
Jeannette v. Eitelberger
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