324 An M Sr. Eyz. Br. Conrad So Excellenz Graf Hans Wilczek hat mir mitgetheilt, daß er mit Euer Excell. in der Angelegenheit Hecht bereits gesprochen hat. Ich erlaube mir nun zur Orientirung folgendes mitzutheilen: Wie bekannt, ist Herr Wilhelm Recht einer der hervorragendsten Vertreter der Münchener prophechen Kunst. Durch den Gra- fen Hans Wilczek wurde derselbe eingeladen an dem großen kronprinzlichen Werke theil. zunehmen, was selbst, da das Werk auf Jahre hinausgeht voraussetzt, daß der Künstler sei- nen bleibenden Aufenthalt in Wien nimmt Da Herr Hecht ein ungewöhnlich begabter Künst- ler und auch sonst eine außerordentlich liebens- würdige Persönlichkeit ist, so ist es außer allen Zweifel daß die Staatsdruckerei sowie die Kunstgewerbeschule sich mir gratuliren könnten, wenn es gelingen würde einen Künstler wie Hecht nach Wien zu ziehen. Daß die Staatsdruckerei das Bedürfniß fühlt sich mit Kunstautoritäten zu umgeben, weiß ich schon seit längerer Zeit; insbesondere jetzt tritt dieses Bedürfniß stärker hervor, wo das große Werk vom Kronprinzen im Verlag- der Staatsdruckerei erscheint. Wenn Eure Excell. sich erinnern, so habe ich in meinem Aufsatz über die graphische