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      <div>Ausstellung im vorigen Jahre betont, daß 
seine alte Bedeutung 
der Holzschnitt auf dieser Ausstellung gewonnen 
hat und zwar nicht in den Augen speculirender 
Verleger, welche erfüllt von den neuen mechani- 
schen Reproduktionsverfahren den alten Holzschnitt 
als eine veraltete Kunsttechnik gerne in die 
historische Rumpelkammer werfen wollten, und 
daß der Münchener Künstler Hecht dem Holzschritt 
ein volles Verständniß entgegenbringe. Weiteres 
habe ich da hervorgehoben, daß es sich in Oesterreich 
vor allem darum handeln wird, ob es hier vollgil- 
tige Künstler gibt, die sich dem Holzschnitte erfolg- 
rech widmen, und ob es Staatsanstalten gibt, 
welche ihrer ganzen Organisation nach berufen 
sind, die zeichnenden Künste als selbständige 
Fächer zu pflegen. Daß die k.k. Staatsdruckern 
und die Kunstgewerbeschulen, speziel die Kunſtge- 
werbeschule des Museums als solche Anstalten 
zu bezeichnen wären, unterliegt keinem Zweifel. 
Bei den verschiedenen Besprechungen, 
welche ich in dieser Angelegenheit mit Herrn 
Hofrath Beck hatte, hat mir derselbe wiederholt 
erklärt, daß 
1.) in der Staatsdruckerei passende Localitäten für 
die Unterbringung eines grashischen Ateliers in 
hinreichender Weise vorhanden sind, und 
2.) daß er sich überzeugt hält, der Finanzminister</div>
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