<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0">
  <teiHeader>
    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title>AZ 1884-370</title>
        <author>
          <persName>
            <forname>Gottlieb Wilhelm</forname>
            <surname>Leitner</surname>
          </persName>
        </author>
        <author>
          <persName>Oriental University Institute Woking</persName>
        </author>
      </titleStmt>
      <publicationStmt />
      <sourceDesc>
        <bibl>
          <msIdentifier>
            <idno>7ac7ec2d-1aaa-4353-ab5f-9f0dcdbe4752</idno>
          </msIdentifier>
        </bibl>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
  </teiHeader>
  <text>
    <body>
      <div>
        <pb n="1" />
        Oriental Institute 
84 
Woking 18. Juli 
1884 
Prof. 21/7 884. 
M 
Hochgeehrter Herr Regierungsrath! 
Die Ursache weß- 
wegen ich Ihnen den Em- 
pfang von der in Wien ausge- 
stellten und nun mir zu¬ 
rückgesandten Sammlung so 
spät anzeige ist, daß die 
Gypsabgüsse und Thonfiguren 
wegen schlechter Verpackung 
(nämlich drei vier Stücke auf¬ 
einander ohne irgend Etwas 
oder nur ein Blatt Papier da¬ 
zwischen) in einem so 
zerbrochenen Zustände 
ankamen daß man sie 
ohne sie nicht irgendwie
        <pb n="2" />
        zu repariren, gar nicht identi¬ 
figiren konnte. Das ist 
nun geschehen und bin ich 
erstaunt und betrübt, daß 
Sachen, die die lange Reise 
von Lahore bis Wien aushalten 
konnten, wegen Mangel 
an nothwendiger Rücksicht 
von Wien bis London solchen 
unersetzlichen Schaden 
erlitten haben. 
Auch fehlen folgende | 
objecte: Ein Pfeifenmundstück 
vide Catalog 
in Sade 308.6); ein "Chaori" yak¬ 
Kuh-Wedel 262. e); die silberne 
Mundspitze der "Huka" Wasser- 
7feife 273. sechs Photographien 
aus der Photographischen 
Sammlung, darunter diejenige | 
der "Nyastaranga" (Einzelflöte
        <pb n="3" />
        die durch Kehlkopfdruck 
gespielt wird). schließlich 
ein großes brannes porte. 
feuille in welchem die 
Photographien waren ehe sie 
in die Drehscheibe kamen. 
Wollen Sie gefälligst diese 
Sachen ausfindig machen 
und sie mir möglichst 
bald zuschicken. 
Hoffend daß Sie sich ganz 
wohl befinden &amp; mit 
vielen Grüßen, verbleibe 
ich hochachtungsvollst 
Ihr ergebener 
G. W. Leitner
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
