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        78 
322 
17. 
B 
KK Statthalterer 
LandesSanitätsrath 
J. v. Kh. Ö. u. d. k. 
Die ergb unter Dion hat sich ge- 
völliegt gesehen, die Pensionirung des es- 
krankten Museumsdieners Franz Kiesling 
wohnhaft VIII. Piaristengasse 16 
zu beantragen und ist vom h.k.Mm. f. C.M. 
unter den 19. d. M. Z. 9361 angewiesen 
worden, ein die Dienstunfänglichkeit des Ge- 
nannten bestätigendes Zeugniß des Landes-Sa- 
nitätrefuenkn beizubringen. Dieselbe erlaubt 
sich demzufolge, um die Veranlassung des hie- 
zu Nöthigensthöflichst zu ersuchen. 
25 / VI 84 
Bdgr 
ist nicht abgegangen
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        /X 
26 
nun 
M. 
Hohes k.k. Ministerium für Cultus und 
Unterricht. 
Ersuchen 
10378 
Die ergebenst unterzeichnete Direction sieht sich 
genöthigt, die Pensionirung des Aufsehers Johann 
Beck und des Dieners I. Claße Franz Kiesling zu 
beantragen. 
Johann Beck, im 59. Jahre stehend, am 27. April 
1864 provisorisch und durch hohen Staatsministerial-Er¬ 
laß vom 18. Mai 1864 Z. 3430 definitiv angestellt, wur- 
de im Jahre 1881 auf seine Bitte des Fortierdien- 
stes enthoben und seitdem als Saaldiener verwendet, 
demselben können aber wegen zunehmender Schwä¬ 
che fast keinerlei Arbeiten, welche irgendeine kör- 
perliche Anstrengung erfordern, übertragen werden, 
und aus dem selben Grunde gewährt er auch im Wach¬ 
dienste keine größere Sicherheit als die gegen Tage- 
lohn aufgenommenen Invaliden. 
Franz Kiesling, 50 Jahre alt, im Jahre 1850 
9361 
Praes. den 16. Mai 1884.
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        1341 
zum Militär assentirt 1859 als Burggendarm transfe¬ 
rirt, 1863 als Aushilfsdiener im k.k. Ministerium 
für Cultus und Unterricht, am 26. April 1864 proviso¬ 
risch und durch hohen Staatsministerial Erlaß vom 30. 
September 1864 Z. 6693 definitiv als Museumsdiener 
angestellt, ist seit Jahren kränklich und sein Zustand hat 
sich in der letzten Zeit derart verschlimmert, daß er 
immer häufiger und für immer längere Fristen dem 
Dienste gänzlich entgegen wird und auch in den Zwischen 
zeiten ungeachtet seines besten Willens beinahe dienst¬ 
unfähig ist. 
Bei der außerordentlich geringen Dienerzahl im 
Museum kann aber keine einzige Person entbehrt wer- 
den und es wird daher nothwendig, die beiden Genann¬ 
ten durch jüngere, rüstige Leute zu ersetzen, welche 
sowohl als Arbeiter wie als Wächter ihre volle Schul¬ 
digkeit thun. 
Bei Bemessung der Pensionsgebühren für Kies¬ 
ling, welcher Familie hat und sich in bedrängten Um- 
ständen befindet, dürfte vielleicht seine Militärdienst¬ 
zeit mit in Anschlag zu bringen sein. 
Wien am 15. Mai 1884. 
en 
R. v. Titelbogen 
Dickter Hofrath
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        84 
322 
nun praes. 25. 
1884. 
M 
Z. 9361 
Wird der Direction des 
k.k. osterreichischen Museums 
für Kunst und Industrie in Wien 
mit der Aufforderung zu- 
rückgestellt, anstehende Pen¬ 
sionsantrage durch An¬ 
schluß der Dienstesdocu- 
mente einer Pensions- 
tabelle und eines die Dienst¬ 
untauglichkeit der betreffen- 
den Personen bestätigenden 
Zeugnisses des Landes-Sa- 
nitätsreferenten der nie- 
derösterreichischen Statthalte- 
rei zu instruiren und 
den sohin ergänzten Act 
ehestens wieder anher vor- 
zulegen. 
Wien, am 19. Juni 1884. 
Für den Minister für 
Cultus und Unterricht. 
Juhl
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