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            <forname>Rudolf</forname>
            <surname>Eitelberger von Edelberg</surname>
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            <forname>Bruno</forname>
            <surname>Bucher</surname>
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        394 
188 
Ihr 
M 
An die HH Mitglieder des Aufrück- 
rathes der Kajsch. 
Da es im Moment nicht möglich 
Anzahl eine 
in 
wäre eine bevielichsfährige Sitzung des Aufs R. 
abzuhalten, erlaube ich mir das Votum der 
G.G. Mitglieder in einer wichtigen u dringenden 
Angelegenheit schriftlich einzuholen. 
Die Kylograph Wilhelm Gedat in Mün- 
Ettr 
denn ist durch den Grafen Wilczek eingeladen 
worden, an die künstlerischen Herstellung des 
unter der Ägede St K G. der Kronprüngen von 
bereiteten Werkes über Oestenrich theilzuneh- 
vor Allem auch 
[hohen Ortes] 
men. Da gewünscht wird, als er persönlich die 
Leitung des oplographischen Theiles übernehmen 
— wäre seine Übersiedlung nach Wien notheren, 
hofe Brücke, Brink a/v Mein 
dig. Er heilt ist auch erbohg seinem Wohnsitz 
Wiemerorstadt. 17. bei 
hier zu nehmen, falls ihm ein Aquivalent 
El. Päuline Summa mundiener 
für seine Position in Deutschen geboten wird 
In einem Schreiben an mich vom 23 / VI. 
Sturm 
c. bezeichnet er seine Berufung als Prof. des 
Holzschrifft an eine der beiden Wiener Kunst 
Weißenbach an der Triestung 
anstalten als unerläßlich, spricht die Über- 
Edyerth 
gänzung aus, daß sich seine Thätigkeit am Leichtesten 
Kirzberg bei Rensenhall 
in die Rahmen ihr Kälch des Ö. M. fügen würde 
und stellt mit Rücksicht hierauf die nächstehen 
Tillo Pohlenz 
der Bedingungen. 
Hofrath Thaa Markts 
bei Blienfeld 
1. Die Berufung.. i machen kann. 
N 
Dem wäre noch hinzuzufügen, daß die Raum 
19 
18 
frage
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        Frage keine Schwierigkeiten machen würde. 
da für Atelier und Schulzimmer die Staats- 
druckelei zu sorgen hatte. 
Unverkennbar wäre es für das Kunstleben 
Wiens ein großer Gewinn, wenn eine so hervor- 
rägende Kraft, die Gedel, ihren Wirkungskreis 
bierlich verlegen würde. 
Da die Er. Mini. s. C. g. U. Werth darauf 
legt, sehr bald eine Anpauung des Aufs R zu er- 
haltung um event. das Erforderniß noch in das 
für die neue Professur noch in der Budget für 
1885 aufnehmen zu können, bitte ich die Glä- 
Mitglieder, ihre Wohlmeinung geht ohne hier 
abgeben und das Schuferlück demnächst an 
des Mus. zurückleiten zu wollen. 
7 VIII. 84.
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        Nro. 327. 
Da es im Moment nicht möglich wäre 
in beschlußfähiger Anzahl eine Sitzung 
des Aufsichts Rathes abzuhalten, erlaube 
ich mir das Votum der Herren Mit¬ 
glieder in seiner wichtigen und Deingen. 
der Angelegenheit schriftlich einzuholen. 
Der Kilograph Wilhelm Hecht 
in Münden ist durch den Grafen Wilczek 
eingeladen worden, an der künstlerischen 
Herstellung des unter der Aegide Sr K. 
Hoheit des Kronpringen egebereiteten Wer¬ 
kes über Oesterreich theilzunehmen. Da 
hohen Orts gewünscht wird, daß er vor 
Allem persönlich die Leitung des Kilogra¬ 
phischen Theiles übernehme, wäre seine Ue¬ 
bersiedlung nach Wien nothwendig. Herr 
Hecht ist auch erbötig seinen Wohnsitz 
hier zu nehmen, falls ihm ein Aequiva- 
lent für seine münchener Position geboten 
wird. 
In einem Schreiben an mich vom 23. 
Juni e. bezeichnet er seine Berufung als 
Profeßor des Holzschnitts an eine der 
wienen 
der beiden [Kunstanstalten als unerläßlich, 
spricht die Ueberzeugung aus, daß sich sei¬ 
ne Thätigkeit am leichtesten in den Rahmen 
der Kunstgewerbeschule des Oesterreichi¬ 
schen Museums fügen würde, und stellt 
mit Rücksicht hierauf die nachstehenden 
Bedingungen. 
Die Berufung tritt noch in diesem 
Jahre in Kraft, um mir Gelegenheit zu 
Der
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        der nothwendigen Einrichtungen des Ale¬ 
liers und der Vorarbeiten für das Werk 
zu geben, doch würde ich mich begnügen, 
wenn meine Bezüge als Profeßor vom 
1. Januar 1885 zu laufen beginnen wür¬ 
den. 
Der Gehalt beträgt jährlich 2000 fl 
2. 
und erfährt die der Stellung eines Pro¬ 
feßors an der Kunstgewerbeschule ge¬ 
mährleisteten periodischen Erhöhungen, 
Die Berufung erfolgt mit Gewährung 
3. 
meines Eintritts in eine zehnjährige 
Dienstzeit um meiner Familie die 
Wohlthat der Pensionsberechtigung zu sichern. 
4 
Die nothwendigen Mener-Einenkau- 
gen für die Schule und für mich werden 
zur Verfügung gestellt, mit flunlichster 
Berücksichtigung meiner Angaben. 
Die Gewährung von circa 400 fl Um¬ 
5. 
zugs Entschädigung, 
die Zuerkennung einer jährlichen 
6. 
Pannschalsumme von 100–150 fl. für 
die technischen Bedürfnisse des Ateliers, 
Endlich darf ich wohl als selbstver¬ 
ständlich voraussezen, daß nur Ge¬ 
legenheit verbleibt, diejenigen meiner 
bereits übernommenen Aufträge auch 
in der neuen Stellung zu Ende zu führen, 
welche ich nicht mehr rückgängig machen 
kann. 
Dem wäre noch hinzuzufügen, daß die 
Raumfrage keine Schwierigkeiten ma¬ 
chen würde, da für Atelier und Schul- 
zimmer die Staatsdruckerei zu sorgen 
hätte. 
Unverkennbar
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        Unverkennbar wäre es für das 
Kunstleben Wiens ein großer Gewinn, 
wenn eine so hervorragende Kraft- 
wie Hecht, ihren Wirkungskreis 
hierher verlagen würde. 
Da der Herr Minister für Cultus 
und Unterricht Werth darauf legt, 
sehr bald eine Äußerung des Aufsichts 
Raths zu erhalten, um eventuell das 
Erforderniß für die neue Professur 
noch in das Budget für 1885 aufneh„ 
men zu können, bitte ich die Herren 
Mitglieder, ihre Wohlmannung gefäl¬ 
ligst hier abgeben und dieselbe an 
das Museum leiten zu wollen. 
Wien, am 2. August 1884. 
Der Vorsitzende des Aufsichts Raths der Kunstgewerbeschule. 
R. v. Titelberger
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        Nr. 322 
Da es im Moment nicht möglich wäre 
in beschlußfähiger Anzahl eine Sitzung 
des Aufsichts Rathes abzuhalten, erlaube 
ich mir das Votum der Herren Mit¬ 
glieder in einer wichtigen und Deingen¬ 
der Angelegenheit schriftlich einzuholen. 
Der Kilograph Wilhelm Hechs 
in München ist durch den Grafen Wilczek 
eingeladen worden, an der künstlerischen 
Herstellung des unter der Aegide Nr K. 
Hoheit des Kronpringen vorbereiteten Wer¬ 
kes über Oesterreich theilzunehmen. Da 
hohen Orts gewünscht wird, daß er vor 
Allem persönlich die Leitung des Kilogra¬ 
phischen Theiles übernehme, wäre seine Ue¬ 
bersiedlung nach Wien nothwendig. Herr 
Hecht ist auch erbötig seinen Wohnsitz 
hier zu nehmen, falls ihm ein Arquiva- 
lent für seine uningener Position geboten 
med. 
In einem Schreiben an mich vom 23. 
Juni c. bezeichnet er seine Berufung als 
Profeßor des Holzschnitts an eine der 
der beiden [Kunstanstalten als unerläßlich, 
wiener 
spricht die Ueberzeugung aus, daß sich bei¬ 
ne Thätigkeit am feichtesten in den Rahmen 
der Kunstgewerbeschule des Oesterreichi¬ 
schen Museums fügen würde, und stellt 
mit Rücksicht hierauf die nachstehenden 
Bedingungen. 
Die Berufung tritt noch in diesem 
Jahre in Kraft, um mir Gelegenheit zu 
den
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        der nothwendigen Einrichtungen des Ale- 
Hhr 
liers und der Vorarbeiten für das Werk 
zu geben, doch würde ich mich begnügen, 
wenn meine Bezüge als Profeyser vom 
1. Januar 1885 zu laufen beginnen würd¬ 
den. 
Der Gehalt beträgt jährlich 2000 fl 
2. 
und erfährt die der Stellung eines Pro¬ 
feßers an der Kunstgewerbeschule ge¬ 
mährleisteten periodischen Erhöhungen, 
3. 
Die Berufung erfolgt mit Gewährung 
meines Eintritts in eine zehnjährige 
Dienstzeit um meiner Familie die 
Wohlthat der Pensionsberechtigung zu sichern 
Die nothwendigen Melier-Einenkau¬ 
gen für die Schule und für mich werden 
zur Verfügung gestellt; mit thunlichster 
Berücksichtigung meiner Angaben; 
5. 
Die Gewährung von circa 400 fl Um¬ 
zugs Entschädigung, 
Die Zuerkennung einer jährlichen 
Pannschalsumme von 100 - 150 Fl. für 
die technischen Bedürfnisse des Ateliers; 
Endlich darf ich wohl als selbstver¬ 
7 
ständlich voraussetzen, daß nur Ge¬ 
legenheit verbleibt, diejenigen meiner 
bereits übernommenen Aufträge auch 
in der neuen Stellung zu Ende zu führen, 
welche ich nicht mehr rückgängig machen 
kann. 
Dem wäre noch hinzuzufügen, daß die 
Raumfrage keine Schwierigkeiten ma¬ 
chen würde, da für Atelier und Schul- 
zimmer die Staatsdruckerei zu sorgen 
hätte. 
Unverkennbar
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        Unverkennbar wäre es für das 
Kunstleben Wiens ein großer Gnonm 
wenn eine so hervorragende Kraft, 
wie Hecht, ihren Wirkungskreis 
hierher verlegen würde. 
Da der Herr Minister für Cullus 
und Unterricht Werth darauf legt 
sehr bald eine Äußerung des Aufsichts 
Raths zu erhalten, um eventuell das 
Erforderniß für die neue Professur 
noch in das Budget für 1885 aufneh – 
men zu können, bitte ich die Herren 
Mitglieder, ihre Wohlmänung gefäl„ 
ligst hier abgeben und dieselbe an 
das Mäsenin leiten zu wollen. 
Wien, am 2. August 1884. 
Der Vorsitzende des Aufsichts Raths der Kunstgewerbeschule 
R. v. Titelberger.
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