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            <forname>Otto</forname>
            <surname>König</surname>
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        an 
me 
30/6 Dl 
F.M. 
285. 884 
M 
Cb 
Minist. v. Innern 
Der AufsR. v. Kgsch fühlt sich angenehm 
verpflichtet den h. — Für die unter den 22 
M. Z. 8278 der Dion v. Oc. M. ertheilte 
Zusicherung, auf die angemessene Beschäftigung 
des Prof. der Raß de Bierbaice Otto König bei 
da noch in Ausführung begriffenen Monumental 
beantw Rücksicht nehmen zu wollen, die ergebste 
Dank auszusprechen, und erlaubt sich daran 
die Bitte um Erhaltung dieses wohleröllenden Ge 
sinnung für die Anstalt u. deren Lehrkräfte zu 
knüpfen. 
9/VL 84 
Delr.
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        285 
mich 
M 
84 
prüf. 
8278 
89 
Pr. 198. 
27. 
5 1884 
III 
Auf Grund der über Ihr Majestaets-Ge 
such vom 15. April l. R. wegen Betrauung des Professors 
der Kunstgewerbeschule Otto König mit der Ausfüh 
rung von plastischen Arbeiten für die Monumental 
bauten erflossenen Ah. Entschließung vom 20. Mai l. J. 
beehrt sich das Ministerium des Innern Eurer Hoch 
wohlgeboren zu eröffnen, daß nach der Mittheilung 
des hierüber einvernommenen Hofbau-Comités Pro 
fessor König bereits in den Jahren 1876 und 1881 mit 
der Ausführung von Medaillons für das naturhisto 
rische Hofmuseum und das Hofburgtheater betraut 
worden ist und eine weitere Verwendung desselben 
sich bei den noch zur Ausführung kommenden skulptu 
ralen Arbeiten, trotz der großen Anzahl von Bild 
hauern, unter welchen sich viele tüchtige Kräfte be 
finden, wohl wird ermöglichen lassen; zumal Profes 
son König durch seine neueste Schöpfung die volle Be 
Fähigung zur Ausführung größerer plastischer 
Werke dargethan hat. In dieser Beziehung wird 
das Hofbau-Comité den Professor König für vorkom 
mende Fälle im Auge behalten. 
Das Reichsrathsgebäude betreffend, ist ein 
Theil der zu dessen Ausschmuckung programmässig 
in Aussicht genommenen statuarischen Arbeiten 
an 33 Bildhauer vergeben und bereits in der Ausfüh 
rung begriffen.
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        An die Ausführung der noch übrigen nicht 
minder bedeutenden plastischen Arbeiten kann nur 
successive und in so weit gegangen werden, als die 
hiezu erforderlichen Geldmittel vom Reichsrathe bewil 
ligt sein werden. 
Es wird sich übrigens auch hier bei den vom Bau 
Comité des Reichsrathsgebäudes noch zu pflegenden Ver 
handlungen die Gelegenheit biethen, den Professor Kö 
nig in entsprechender Weise mit einer Arbeit zu 
betrauen. 
Wien, am 22. Mai 1884. 
Wappe 
An den hochwohlgebornen Herrn 
Direktor des oesterr: Museums für Kunst und Industrie, k.k. Hofrath 
Rudolf Eitelberger von Edelberg.
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