Full text: AZ 1884-291

Mit Nichts treibt der Paraguayo sogern Lupus wie mit dem Reitpferd, 
solassen sich denn die besser Situirten die Recado's-dessen Lasser ebenfalls 
gepreßt oder sculpte Decorationen aufweist, — an beiden Kopfenden 
mit verziertem Silber beschlagen, der Zaune ist mich mit silbernen 
Glieden verziert, Steigbügel von Silber, Reitpeitsche mit reichem Silber 
beschlag, versilberte Sporen von ungewöhnlich großem Beliber, zum Teil 
am nackten Fuße getragen; denn der Lederstiefel ist im Ganzen 
selten und die von Ihnen gefragten Chaparera's Kennt man hier nicht 
Diese Liderornamente auf maurischen Ursprung zurückzuführen 
noch etwas dem entsprechendes über ich nicht im Stande - eher barock; (Jesuetisch?) 
Eine complette Garnitär aus den eben aufgezählten Stücken bestehend 
alles mit Silberornament beſter Arbeit wurde ca. 180 Pat zu ſehen 
kommen; je nachdem wohlfeiler oder selbst noch theurer. 
Kuramik: In dem Distrikt von Ita bricht man die mit der Hand, ohne 
Anwendung der Scheile gefornten Cantaro's (Wasserkruge) Wasserflaschen 
Schüsseln ett ett im Backofm. Haltbarkeit gering, Ornamentik 
schwerfällig und meist befangen; die Wasserbehälter sehr nützlich weil sie 
durchlassen und sich allezeit Zühl erhalten; — eine offenbar aus Andeln 
eingeführte Technik, wo dieselbe scheintlich in hoher Bluthe steht 
Hievon schließt sich das gewachsene Geschlos: eben Kurbis-art "Máté" 
nimmt teils von selbst, teils durch Nachhülfe, die verschiedensten Formen an 
reifgeworden und von ihrem Inhalt gereinigt, dient die Mate als Schüssel 
Schöpflöffel, Wasserbrug, Flasche sind vor Allem als kleiner Topf um 
den Paraguay-Thea die "Yerba", das unentbehrlichste Bedürfniß, indes 
Eingeborenen und Eingestammten mit metallenen Röhrchen aus ihn zu (augen 
Diese Hänen, speziell Mate genannten, Höpfchen werden von den Reihern 
sculpirt mit Silber beschlagen etc und sehen gut aus. Der Preis der 
letzteren ca 4-5 Pat, der des bloßen Kürbisses ganz gering.