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An
M
Sr. Eyz. Br. Conrad
So Excellenz Graf Hans Wilczek
hat mir mitgetheilt, daß er mit Euer Excell.
in der Angelegenheit Hecht bereits gesprochen
hat. Ich erlaube mir nun zur Orientirung
folgendes mitzutheilen:
Wie bekannt, ist Herr Wilhelm
Recht einer der hervorragendsten Vertreter der
Münchener prophechen Kunst. Durch den Gra-
fen Hans Wilczek wurde derselbe eingeladen
an dem großen kronprinzlichen Werke theil.
zunehmen, was selbst, da das Werk auf Jahre
hinausgeht voraussetzt, daß der Künstler sei-
nen bleibenden Aufenthalt in Wien nimmt
Da Herr Hecht ein ungewöhnlich begabter Künst-
ler und auch sonst eine außerordentlich liebens-
würdige Persönlichkeit ist, so ist es außer
allen Zweifel daß die Staatsdruckerei sowie
die Kunstgewerbeschule sich mir gratuliren
könnten, wenn es gelingen würde einen
Künstler wie Hecht nach Wien zu ziehen.
Daß die Staatsdruckerei das Bedürfniß fühlt
sich mit Kunstautoritäten zu umgeben, weiß
ich schon seit längerer Zeit; insbesondere jetzt
tritt dieses Bedürfniß stärker hervor, wo
das große Werk vom Kronprinzen im Verlag-
der Staatsdruckerei erscheint.
Wenn Eure Excell. sich erinnern, so
habe ich in meinem Aufsatz über die graphische