ad 381. 88.
M.
Euer Hochwohlgeboren.
Zu der in der geschätzten Currende
vom 2. August d. J. Z. 327 angeregten Frage
der eventuellen Berufung des Hilograten Hecht
aus München als Professor an die Kunstge¬
werbeschirte des kk. oeft. Museums f. R. u. J.
beehre ich mich, Euer Hochwohlgeboren meine
Ansicht im Nachstehenden bekannt zu geben.
Vor Allem muß ich betonen, daß
eine gründliche u. sachgemäße Beurtheilung
dieser Frage nur dermalen insoferne schwer fällt
als mir seit meiner erst vor kurzem - gegen
Ende dieses Schuljahres - erfolgten Bestellung
zum Mitgliede des geehrten Aufsichtsrathes
leider noch die Zeit und Gelegenheit mangelte,
die gedachte Anstalt und deren Bedürfniße
genau kennen zu lernen.
Anderseits ist die Systemisierung
einer neuen Disciplin u. die Erwerbung einer
neuen Fehrkraft für dieselbe zweifelsohne
auch abgesehen von der finanziellen Seite einer
derartigen Action – eine w für die Anstalt
so wichtige Frage, daß ich lebhaft wünschen